Werdegang

Die Geschichte von Geräten zur sexuellen Stimulation der Frau hängt eng zusammen mit der gesellschaftlichen Sichtweise der weiblichen Sexualität.

Steinzeit DildoBereits in der Steinzeit sind Gegenstände hergestellt worden, die heute als Sexspielzeug gelten würden. Ob sie tatsächlich als Sexspielzeug verwendet wurden, ist aber unklar.

CleopatraCleopatra sei die erste gewesen, die sich eine Apparatur zur sexuellen Stimulation zugelegt haben soll. Viele Frauen, die nach ihr geboren wurden, hatten wegen der sich verändernden Sexualmoral einen nicht mehr lustvollen Zugang zur eigenen Sexualität.

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Gemäss Überlieferung soll Kleopatra die erste Frau gewesen sein, die sich eine Apparatur zur sexuellen Stimulation bauen liess. Für die Frauen damals war es völlig selbstverständlich einen geniesserischen Zugang zur eigenen Sexualität zu haben. Dies änderte sich in den kommenden Jahrhunderten und der lustvolle Umgang wurde durch eine Sexualmoral ersetzt, die die weibliche Sexualität lediglich auf ihren Fortpflanzungsaspekt reduzierte.

HysterieDie Verdrängung der eigenen Sexualität führte bei vielen Frauen zu psychosomatischen Krankheiten. So wurde Ende des 19. Jahrhundert in London bei rund 70 Prozent der untersuchten Frauen Hysterie diagnostiziert wurde.

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Auch die Medizin war bis ins späte 19. Jahrhundert davon überzeugt, dass die weibliche Sexualität ausschliesslich die Funktion der Fortpflanzung und – anders als die männliche Sexualität – nichts mit Lust zu tun habe. Dementsprechend wusste die Gesellschaft damals nichts über die lustvollen Möglichkeiten der Klitoris.

Klitorale Massage als Behandlung von HysterieDie verlässlichste Form der Behandlung der Hysterie war, wenn Ärzte ihren Patientinnen die Klitoris massierten. Die weibliche Lust gab es schliesslich nach der damals geltenden Meinung nicht und folglich auch keinen lustvollen Orgasmus.

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Die Ärzte nahmen jedoch diese Möglichkeiten, ohne es zu wissen für eine Therapie in Anspruch: Ende des 19. Jahrhunderts litten viele Frauen an einer nervösen Erkrankung die als “Hysterie” bekannt war. Die einzige verlässliche Therapie gegen diese Erkrankung stellte die Massage der Klitoris dar. Die körperliche Erleichterung, die die Frauen dabei empfanden, wurde “hysterischer Paroxysmus” genannt.

Vibratoren in den Regalen von KaufhäusernDiese Massagetätigkeit war jedoch unter Ärzten eine wenig angesehene Tätigkeit. Zudem litten die behandelnden Ärzte oftmals unter Sehnenscheidenentzündungen. So war es denn auch ein Arzt, der den ersten Vibrator erfand.

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Was gut für ihre Patientinnen war, war auch gut für die Ärzte. So war die Behandlung der Hysterie für die Ärzte sehr lukrativ, da die Patientinnen immer wieder zur Massage ihrer Klitoris erscheinen mussten. Die ständige Massagetätigkeit mit der Hand war jedoch unter Fachkollegen wenig angesehen und führte bei den Ärzten zudem oft zu Sehnenscheidenentzündungen. Diesem Missstand wurde durch die Erfindung des Vibrators Ende des 19. Jahrhunderts Abhilfe verschafft.

Vibratoren in den Regalen von KaufhäusernBis in die 1920er Jahre war der Vibrator auch in konservativen Einkaufshäusern verfügbar. Dann setzte sich allmählich die Erkenntnis durch, das auch die Frau zur sexuellen Lust fähig war, was zu einem plötzlichen Verschwinden des Vibrators führte.

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Es sollte aber noch Jahrzehnte dauern, bis sich in der Gesellschaft die Erkenntnis durchsetzte, dass Sexualität auch für die Frau eine lustvolle Erfahrung sein kann. Mit dieser Einsicht verlor der Vibrator den Status eines therapeutischen Gerätes, und galt plötzlich als anrüchig. Folglich verschwand der Vibrator dann auch aus den Regalen seriöser Warenhäuser.

Vibrator 1960er JahreErst mit der gesellschaftlichen Liberalisierung in den 1960er Jahren erlebte der Vibrator sein Comeback. Mit dem Vibrator stand eine vom Mann unabhängige technische Alternative zur Lustbefriedung zur Verfügung.

SexmaschineEinige Hersteller bauten in den 1970er Jahren Geräte, die dem Mann sexuell möglichst ähnlich sind, also die Vagina intensiv penetrieren können. Diese Geräte glichen aber eher in Garagen entstandenen Männerphantasien und setzten sich am Markt nie wirklich durch.

Der SybianMitte der 1980-Jahre kam mit dem Sybian ein Gerät auf den Markt, dass sowohl die Klitoris als auch die Vagina in bislang ungekannter intensiver Weise stimulieren konnte.

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Die Klitoris war durch ihre zugängliche Lage viel einfacher zu stimulieren. Die meisten Hersteller konzentrierten sich dann auch ausschliesslich auf die Stimulation der Klitoris. Die gleichzeitige Stimulation von Vagina und Klitoris vermochte lange kein Gerät zu leisten. Erst Mitte der 1980er Jahre kam mit dem Sybian ein Gerät auf den Markt, das sowohl die Klitoris als auch die Vagina auf intensive Weise stimulieren konnte.

Der FemstarMit dem Femstar wird der Ansatz des Sybian, die Klitoris und die Vagina gleichzeitig zu stimulieren, perfektioniert. Das Resultat dieser Bestrebungen ist ein Gerät, das der weiblichen Anatomie wirklich nachkommt und ein Höchstmass an sexueller Erfüllung ermöglicht.